1. Wie alt das Handy ist
Das ist das stärkste Kriterium. Bei einem Handy, das jünger als drei Jahre ist, ist ein Displaytausch fast immer sinnvoll — der Rest des Geräts hat noch Jahre vor sich und der Akku ist meist in gutem Zustand.
Bei Handys, die älter als fünf Jahre sind, sieht es anders aus. Auch wenn wir das Display tauschen, meldet sich bald der Akku oder der Ladeanschluss fällt aus. Dann überlegen wir, ob es nicht klüger ist, in ein neueres Gerät zu investieren.
Zwischen drei und fünf Jahren entscheidet der Zustand der übrigen Teile. Genau deshalb schauen wir bei der Diagnose nicht nur auf das Display, sondern auch auf die Akkukapazität und den Zustand der Anschlüsse.
2. Welchen Displaytyp das Handy hat
Der Preisunterschied zwischen den einzelnen Displaytypen ist erheblich und es lohnt sich, ihn zu verstehen:
- LCD-Panels — in günstigeren und älteren Handys verbaut. Der Tausch ist am preiswertesten.
- OLED- und AMOLED-Panels — in höherwertigen und neueren Handys zu finden. Sie sind empfindlicher und teurer.
- Gebogene Panels — das Display läuft über die Kante des Handys. Der Tausch ist technisch am anspruchsvollsten und am teuersten.
Bei OLED-Panels gibt es auch eine günstigere Alternative — ein hochwertig gefertigtes Ersatzteil. Farben und Helligkeit sind möglicherweise nicht ganz identisch mit dem Original. Wir sagen Ihnen immer vorher, um welche Art von Teil es sich handelt, damit Sie selbst entscheiden können.
3. Funktionieren Touch und Bild?
Das ist eine wichtige Unterscheidung, die viele überrascht. Es gibt drei Zustände, und jeder hat einen anderen Preis:
- Nur das obere Glas ist gesprungen, Bild und Touch funktionieren — bei manchen Modellen können wir nur das Glas tauschen, was deutlich günstiger ist als der Tausch des gesamten Moduls.
- Das Bild funktioniert, Touch reagiert nicht — die Touch-Schicht ist beschädigt, das ganze Modul muss getauscht werden.
- Schwarzes Display, Streifen oder farbige Flecken — das Panel selbst ist beschädigt, der Modultausch ist unumgänglich.
Auch wenn das Handy nach dem Sturz noch funktioniert, sollten Sie gesprungenes Glas nicht ignorieren. Durch die Risse dringen Feuchtigkeit und Staub ein, und aus einer günstigen Reparatur wird nach ein paar Monaten eine teure.
4. Was Sie beim Verkauf für das Handy bekommen würden
Ein einfacher Vergleich, den Sie selbst anstellen können: Schauen Sie nach, für wie viel Ihr Modell auf dem Gebrauchtmarkt in funktionsfähigem Zustand verkauft wird. Ist der Reparaturpreis deutlich niedriger als dieser Betrag, lohnt sich die Reparatur.
Bei Handys der mittleren und gehobenen Klasse ist der Displaytausch praktisch immer günstiger als der Kauf eines vergleichbaren Geräts. Bei billigen Handys unter 150 € lohnt sich der Neukauf manchmal tatsächlich mehr — und wenn das so ist, sagen wir es Ihnen direkt.
Was Sie jetzt tun können
Bringen Sie uns Ihr Handy zur Diagnose. Wir prüfen nicht nur das Display, sondern auch den Zustand von Akku und Anschlüssen und nennen Ihnen einen konkreten Preis sowie unsere ehrliche Meinung, ob sich die Reparatur lohnt. Wenn wir die Reparatur durchführen, berechnen wir die Diagnose nicht.
Mehr darüber, was wir alles reparieren, finden Sie auf den Seiten iPhone-Reparatur und Handy-Reparatur.